Das Potential deiner Speisekarte

Hast du schon das Potential deiner Speisekarte entdeckt? Viele Gastronomen betrachten Ihre Speisekarte als notwendiges Mittel zum Zweck, um die angebotenen Gerichte und Getränke an den jeweiligen Gast zu kommunizieren.
Doch eine Speisekarte ist viel mehr als reine Angebotsinformation. Sie ist wie eine Visitenkarte des Unternehmens, ein erster Eindruck, wie ein Händedruck; und sie ist auch ein effizientes Mittel, um Umsatz und Deckungsbeiträge zu steuern und maximieren. Sie ist also auch wesentlicher Bestandteil Ihres Erfolgs!

Weil nicht nur der Inhalt zählt

Der erste Kontakt mit dem Kunden geschieht, wenn der Kellner die Getränkebestellung aufnimmt? Falsch! Er passiert beim Aufschlagen der Speisekarte! Sobald der Gast einen Tisch ausgesucht und Platz genommen hat, folgt der Blick in das Angebot des Hauses und dabei in die Speisekarte. Unbewusst oder nicht, schon hier beginnt der Kunde zu entscheiden, ob das Restaurant eine gute Wahl war, ob er sich hier wohlfühlen wird, oder ob er nicht lieber vor dem Bestellen aufstehen und gehen soll.
Dementsprechend wichtig ist, dass die Speisekarte in einwandfreiem Zustand ist. Sauber, gepflegt, vollständig, vielleicht sogar etwas unkonventionell und originell. Wir zeigen dir ein paar einfache Tricks, mit denen du deine Gäste garantiert vor der ersten Bestellung an den Tischen hältst!

So geht’s zur perfekten Speisekarte:

Keine Sorge, du musst kein ausgebildeter Grafikdesigner sein, um eine tolle Speisekarte machen zu können. Mit wenigen Tricks kannst du deine Speisekarte aufpolieren, deine Gäste begeistern und deinen Umsatz steigern!
Fehler vermeiden!
Natürlich, der Fehlerteufel kann sich schon mal einschleichen. Kontrolliere daher deine Speisekarte mehrmals auf Rechtschreib- oder Tippfehler! Lasse Freunde oder Bekannte Korrektur lesen! Ein „Sisar Salat“ kann zwar vielleicht bei einigen Kunden auf Schmunzeln stoßen, für andere ist es ein absolutes „No-Go“. So oder so, deinem Image kommt es nicht zu Gute.
Optische Tricks: Lenke die Blicke auf deine Lieblingsgerichte!
Lenke die Blicke deiner Kunden! Hebe Gerichte grafisch hervor, die du verkaufen willst. Dabei kannst du beispielsweise einen färbigen Hintergrund oder eine Empfehlung als Eyecatcher verwenden. Wer möchte nicht die Spezialität des Hauses probieren, oder den zum Steak empfohlenen Wein.
Niemals Preise tabellarisch anordnen!
Auch mit der Darstellung der Preise kannst du mit deiner Speisekarte aktiv zu einem höheren Gewinn beitragen! Drucke deine Preise nicht tabellarisch untereinander. Sonst verleitest du deine Kunden dazu nur die Preise im Fokus zu haben und nach dem günstigsten Gericht zu suchen. Gebe Preise unterhalb Ihrer Gerichte an, kannst du zwar den Preisvergleich auch nicht vermeiden, spornst deine Gäste aber nicht regelrecht dazu an.
Auch interessant: Unser YouTube Video zum Thema "Kontrolle deines Wareneinsatzes"
Keine dicken Wälzer! Kürze was du kannst!
Dicke Wälzer wollen Gäste höchsten zu Hause auf dem Nachttisch in Form eines Buches. In dein Lokal kommen sie aber um zu essen und nicht um zu lesen. Daher heißt es: in der Kürze liegt die Würze! Hab den Mut und kürze deine Speisekarte. Die Gäste werden dir das geringere Angebot nicht übelnehmen, sie werden sich vielmehr freuen, sich nicht zwischen so vielen Gerichten entscheiden zu müssen.
Pflege und Wartung nicht vergessen
Würdest du deinen Gästen jemals einen schmutzigen Teller oder Löffel geben? Wohl kaum! Warum den Standard also bei der Speiskarte ändern. Überprüfen und reinige deine Speisekarte regelmäßig. Am besten täglich. Schau Sie durch, ob alle Seiten vorhanden sind, oder ob diese erneuert werden müssen.
Vorschriftsmäßige Allergenkennzeichnung einplanen
Natürlich darf auch eine ordentliche Allergenkennzeichnung in der Speisekarte nicht fehlen. Oder zumindest ein Hinweis auf eine Auskunft. So kann auch von der rechtlichen Seite her nichts mehr schief gehen und deine Gäste, die unter Lebensmittelallergien leiden, werden es dir danken!
Transparenz & Ehrlichkeit!
Information ist alles, und das gilt auch bei der Speisekarte. Obwohl du keine Wissenschaft daraus machen solltest, kann die ein, oder andere Zusatzinformation Vertrauen erzeugen und dein Angebot noch attraktiver erscheinen lassen. Du beziehst dein Fleisch von einem regionalen Bio-Bauern oder Säfte aus der Region? Dann schreib das auch in die Karte! Der Gast wird eine Angabe des Lieferanten auf alle Fälle zu schätzen wissen. Was hierbei natürlich gilt: Bleib bei der Wahrheit. Ein Bio-Rindfleisch als solches auszuweisen, wenn es keines ist, wird auf lange Sicht nur schaden.
Die Zielgruppe im Blick behalten!
Passe deine Speisekarte an deine Zielgruppe an. Du hast ein Familienrestaurant? Dann vergiss nicht Kindergerichte einzuplanen. Bei dir essen viele Senioren? Biete alle Speisen auch in kleineren Portionen an. Nimm dir die Zeit und passe deine Speisekarte an die Anforderungen und Bedürfnisse deines Publikums an. Du musst es nicht jedem recht machen – das kannst du auch nicht – konzentriere dich darauf, deine Zielgruppe zu begeistern.

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