Gäste reservieren einen Tisch, aber erscheinen nicht: 5 Tipps zur Problemlösung

Ihr kennt das, es ist für Gastronomen immer wieder ärgerlich: Es ist für 19:30 Uhr, der Tisch reserviert, aber dann kommen die Gäste, die die Reservierung vorgenommen haben, einfach nicht. Und weil natürlich nur mit einem „verkauften“ Tischen Umsatz gemacht wird, kann das auf Dauer geschäftsgefährdend sein. Was lässt sich gegen das Problem tun? Hier sind unsere 5 Tipps.

1. Verständnis schaffen

Wie ein Kino- oder Konzertbesuch ist auch Essen gehen in der Regel – vom Businesslunch mal abgesehen – etwas, das eure Gäste in der Freizeit tun. Ändern sich kurzfristig die Pläne – man will doch etwas anderes unternehmen, sich zu einem anderen Zeitpunkt treffen oder zu Hause bleiben –, dann geht es eben nicht wie geplant ist Restaurant.

Dass damit allerdings wirtschaftliche Einbußen für den Gastronomiebetrieb verbunden sein können, ist vielen Menschen oft gar nicht so recht bewusst. Dagegen hilft Aufklärung – zum Beispiel mit einem dezenten Hinweis bei der Reservierung im Online-Buchungssystem, auf der Webseite oder am Telefon.

2. Nachhaken, digital oder per Telefon

Manchmal wird ein Termin einfach vergessen, besonders wenn zwischen Reservierung und Besuch ein längerer Zeitraum liegt. Das ist menschlich, ein „No Show“ aus solch einem Grund lässt sich vermeiden, wenn du ein paar Tage vor dem Restaurantbesuch nachhakst – Das kannst du mit ganz einfachen Fragen ganz geschickt verpacken und sogar noch Wertschätzung mit verkaufen „bleibt es dabei, bei der Uhrzeit, der Anzahl der angekündigten Gäste?“. Wenn die Reservierung online vorgenommen wurde, kann eine Mail geschickt werden – Online Reservierungstools bieten diesen Service oft auch automatisiert an. Erfolgte die Buchung per Telefon, sollte auch angerufen werden. Ein freundlicher Umgangston, ein „friendly reminder“, ist selbstverständlich. Es geht nicht um Ermahnung, sondern um Erinnerung. Dabei kann auch gleich nach besonderen Wünschen gefragt werden.

Auch interessant: Unser YouTube Video zum Thema "Reservierung nicht wahrgenommen"
3. Vorsicht bei Überbuchen

In der Flugbranche ist es gang und gäbe, mehr Plätze zu verkaufen, als tatsächlich im Flugzeug vorhanden sind. Denn in der Regel nimmt von 150, oder mehr, Fluggästen irgendjemand seinen Flug nicht wahr. Dieses Prinzip kannst du dir auch für dein Restaurant zu Eigen machen. Dafür muss allerdings über einen gewissen Zeitraum Analyse betrieben werden, wie viele Absagen bzw. No-Shows es pro Abend tatsächlich gibt.

Und für den Fall, dass doch alle Gäste erscheinen, muss eine Notlösung vorhanden sein – zum Beispiel ein schnell aufgebauter Extratisch oder, falls sich andeutet, dass bald ein anderer Tisch frei wird, die Einladung auf einen Aperitif an der Bar.

4. Kreditkarte vorbelasten oder auf Vorab-Bezahlung umstellen

Auch hier lässt sich aus dem Tourismus lernen. Denn diese Praxis ist im Tourismus gängig und ebenso in vielen anderen Ländern bereits auch in der Gastronomie: Wer reserviert, gewährt die Vorab-Belastung der Kreditkarte mit einem angemessenen Fixbetrag. 

Zum Beispiel: 

Bei einer Buchung werden 50 Euro vorbelastet mit dem Hinweis, dass bei einer nicht rechtzeitigen Absage oder bei Nichterscheinen dieser Betrag als Stornogebühr einbehalten wird, um die entstandenen Kosten für Personal und eingesetzte Waren zumindest teilweise zu kompensieren.

Da auch immer mehr deutsche Fine-Dining-Restaurants auf diese Praxis umstellen, kannst du davon ausgehen, dass es langfristig ebenso normal wird wie in anderen Branchen oder Ländern. Ebenso setzen immer mehr Betriebe, insbesondere bei Mehrgang-Menüs oder an besonderen Tagen (Feiertag, Sonderveranstaltung) auf Vorab-Bezahlung per Ticketverkauf wie bei einem Konzert. Auch damit wird mehr Verbindlichkeit und Sicherheit erzeugt.

Lies dir in diesem Zusammenhang ab besten noch unser kostenloses ebook zu „

Kalkulationsgrundlagen in der Gastronomie – Überleben in der Wildnis“ durch. 

Hier findest du weitere hilfreiche Tipps um das beste aus deinem Restaurant zu holen!

5. Zahlen, Daten und Fakten analysieren

Wie groß ist das Problem nichterscheinender Gäste – gefühlt und tatsächlich? Wann taucht es auf, gibt es „Wiederholungstäter“ und konntest du das Problem durch Weitergabe des Tisches – wie bei Punkt 3 beschrieben – kurzfristig lösen? Im digitalen Zeitalter muss sich kein Gastronom mehr allein auf das Bauchgefühl verlassen. Die Zahlen, Daten und Fakten aus dem Reservierungs- und Kassensystem bieten exakte Informationen und somit die Möglichkeit, effektiv und mit dem richtigen Mittel zu reagieren.

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

WEITERE ARTIKEL FÜR DICH